Politik Brasilien

Das Kongressgebäude in Brasília ist die Wirkungsstätte des brasilianischen Präsidenten Lula (Luiz Inácio Lula da Silva, aus der Arbeiterpartei PT) und seinem aktuellen Vizepräsident José Alencar. Seit 1988 darf das brasilianische Volk in einer freien Wahl den Präsidenten selbst bestimmen. Zuvor (1964 bis 1985) wurde das Land vom Militär regiert, was der Wirtschaft zwar zunächst Aufschwung gab, zumindest den Großprojekten im Land, später aber nur noch mit Schulden einher ging und dabei viele Menschenrechtsverletzungen begangen wurden, was nicht mehr tragbar war. 1993 stimmte das brasilianische Volk zudem über die Staatsform im eigenen Land ab. Es sprach sich gegen eine Monarchie aus und wählte die Republik mit einem Präsidialsystem. Seit 2002 ist Präsident Lula im Amt, jedoch hat er mit großen Problemen im eigenen Land zu kämpfen. Immer wieder tauchen Fälle von Korruption auf, was zu einer instabilen politischen Lage führt. Brasilien ist bis heute ein Land das jährlich auf 380 Mio. US-Dollar Entwicklungshilfe angewiesen ist. Erfreulich ist jedoch, dass nach Jahrzehnten der Militärdiktatur es in der heutigen Zeit keine äußeren Bedrohungen gibt. Brasilien ist mit seinen Nachbarstaaten militärisch verbündet und pflegt gut Beziehungen in alle Welt. Das spart Geld – militärische Aufrüstung ist demnach kein Thema in Brasilien.